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 20. Tag - 16.08.03 

    
Start 5:41 Uhr
Ende 18:34 Uhr
Strecke 143,53 km
Fahrzeit 8:04:02 h
Durchschnittsgeschwindigkeit 17,75 km/h
Strecke insgesamt 2473,27 km
Cetate – Moreni – Hunia – Maglavit – Golenti – Basarabia – Calafat – Poiana Mare – Tunarii Vechi – Piscu Veci – Ghidici – Rast – Negoi – Catane – Bistret – Plosca – Carna – Sopata – Macesu de Jos – Nedeia – Gighera – Zaval – Ostroveni – Bechet

Der 20. Tag begann sehr seltsam, endete aber sehr gut. Morgens kam ich nach Calafat, eine größere Stadt und wollte dort einkaufen, etwas trinken und ins Internet. Das Internetcafe würde aber erst in einer Stunde öffnen. Ich beschloss zu warten und etwas zu trinken. Als ich mich nach einem Cafe umschaute, sprach mich jemand in gebrochenem Deutsch an und führte mich in eine heruntergekommene Absteige, wo wir was zusammen tranken. Mir war das aber nicht geheuer und ich suchte ziemlich schnell wieder das Weite. In einem offenen und freundlichen Cafe trank ich dann noch einen Tee, bevor ich noch einmal das Internetcafe aufsuchte. Leider war es immer noch geschlossen. Ich unterhielt mich noch etwas mit den netten Ladenbesitzern darunter, aber schließlich fuhr ich doch weiter.
Calafat ist zwar eine größere Stadt, aber es ist überhaupt nichts los. In den Dörfern, die folgten, war natürlich noch weniger los und so stieg ich nur selten ab und. Es gab auch keine Dorfkneipen geschweige denn Restaurants. In den kleinen Dörfern gab es nur sogenannte MiniBars. Dies waren kleine Läden mit einem großen Kühlschrank und ein paar Tischen und Stühlen vor der Tür. Man konnte sich ein Getränk kaufen und setzte sich dann einfach an den Tisch. Aber es war ein Treffpunkt der Dorfgemeinschaft und so war ich in meinen Pausen nie allein. Sie setzten sich um mich herum und fragten mich nach dem Woher und Wohin. Die meisten waren dabei auch sehr freundlich aber es gab auch immer jemanden der ein Bier oder Zigaretten schnorren wollte.
Nachmittags kaufte ich dann an einer Tankstelle 1l Hydraulik-Motoröl und ölte meine Kette ein, was wirklich dringend nötig war. Gegen Abend kam ich nach Bechet, wo ich in einer „Bar“ – eigentlich eine Gartenwirtschaft – etwas trank. Zu essen bekam ich aus dem Magazin von nebenan gesottene Truthahnflügel mit Brot. Ich kam mit ein paar Jugendlichen ins Gespräch – einer konnte sehr gut Englisch. Dieser nahm mich dann auch mit zu sich ins Hotel, wo ich dann übernachtete. Er war hier auch nur Gast. Abends feierten wir dann alle in der Bar, die Samstags auch als Disco dient bis spät in die Nacht. Ein toller Abschluss des Abends. Ich denke ich bekam hier einen kleinen Einblick in die Verhältnisse in Rumänien.