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Orsova – Gura Vaii – Dobreta-Turnu Severin – Simian – Hinova – Rogova – Vanju Mare – Bucuara – Recea – Rosiori – Vanatori – Aurora – Icaram |
Leider lief es an diesem Tag nicht so gut. Bevor ich losfuhr ging ich noch einmal zur Uferpromenade, um ein paar Bilder zu machen. Orsova ist schön gelegen, aber die Gebäude wirken alle sehr heruntergekommen. Als ich an der Uferpromenade war, marschierte eine Musikkapelle auf. Die Musik klang jedoch etwas schräg. Es kamen auch drei Popen und segneten ein Schiff oder die Donau. Sie wurden allerdings nicht sonderlich beachtet. Trotzdem ließen sich die Popen nicht stören, auch nicht als ein neues Schiff ankam und laute Disco-Musik spielte. Als nächstes kam der Meeresgott Poseidon höchstpersönlich und hielt eine kleine Ansprache. Das eigentliche Schauspiel folgte erst. Dabei handelte es sich um einen Wettbewerb. An einem Frachtkahn war eine Holzstange horizontal über dem Wasser angebracht. Ein paar Jungs, die bisher im Wasser herumgeschwommen waren, mussten auf der Stange entlang balancieren und versuchen, den Sack, der am Ende angebracht war, zu erwischen. Natürlich fielen die meisten vorher wieder ins Wasser, bis es doch einer schaffte. Das Fest vom Vortag ging also weiter. Heute weiß ich, dass es sich um ein Fest zu Maria Himmelfahrt handelte.
Ich startete dann endlich, aber irgendwie hatte ich heute keine schnellen Beine, es lief nicht. Das Eiserne Tor entsprach auch nicht ganz meinen Erwartungen. Die Donaulandschaft ist noch wunderschön bis Gura Vaii, wo die Talsperre steht. Sie dient gleichzeitig als Grenzübergang zu Jugoslawien. Danach wird das Donautal offener und breiter und sieht nicht mehr so spektakulär aus. Ich entschloss mich, der 56A zu folgen, die ein Eck der Donau abschneidet und so den Weg verkürzt. Allerdings musste ich auf der 56A wieder einen langgezogenen Anstieg erklimmen, aber von oben hatte ich einen wunderschönen Ausblick auf den Donaubogen.
Nach der letzten Pause stellte sich endlich wieder das „On the road“ – feeling ein und gleich lief es viel besser. Vielleicht verwechselte ich ja auch Ursache und Wirkung, aber genau dieses Gefühl hatte mir den ganzen Tag gefehlt. So konnte ich erst gegen Abend wieder eine ordentliche Strecke zurücklegen.