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Campia – Socol – Bazias – Divici – Belobresca – Pojejena – Macesti – Moldova Veche – Coronini – Lijubcova – Berzasca – Cozla – Svinita – Dubova – Eselnita – Orsova |
Dieser Tag war zwar einer der schönsten aber auch einer der anstrengendsten. Morgens war es sehr kalt und die Schotterpiste bis Socol war auch gleich sehr kräftezehrend. Aber bei Socol kam ich dann endlich auf die 57 A, eine gute, asphaltierte Straße. Von da ab lief es entschieden besser, Verkehr gab es kaum. Landschaftlich war die Strecke von Socol bis Orsova auf jeden Fall einer der Höhepunkte der Tour. Die Straße führt die ganze Zeit direkt am Ufer der Donau entlang und man hat einen fantastischen Blick. Sie wird im Rahmen eines EU-Hilfsprojekts ausgebaut und befestigt, so dass sie bestimmt zu einer der schönsten Panoramastraßen in Europa wird.
Das war der durchweg schöne Teil des Tages. Mein Problem begann in Moldova, wo ich eigentlich rumänisches Geld tauschen wollte. Leider hatte die einzige Bank geschlossen und ein Bankomat war auch nicht vorhanden. Ich hatte zwar extra noch Proviant und Getränke in Jugoslawien gekauft, aber auch die würden höchstens noch diesen Tag reichen. Also musste ich bis zur nächsten größeren Stadt durchfahren. Das war dann Orsova. Eigentlich wollte ich an diesem Tag keine so große Strecke zurücklegen, aber nun blieb mir nichts anderes übrig. Die tolle Landschaft entschädigte zwar für den Stress, aber als ich endlich ankam war ich total fertig. Am Ende der Strecke waren natürlich wieder einige größere Berganstiege zu überwinden. Zu trinken hatte ich abends dann auch nichts mehr.
In Orsova stieg ich in einem Hotel ab und genoss erst mal eine ausführliche Dusche und ein reichhaltiges Abendessen. Geldumtausch oder Abheben vom Bankomat war in Orsova kein Problem mehr. Auch ins Internet konnte ich und so entschloss ich mich, erst einmal einen Ruhetag einzulegen, um meine Batterien wieder aufzuladen.