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Grocka
– Brestovik – Oresac – Jugova – Smederevo – Kovin – Gaj –
Emanoibvac – Bela Crkva – Kaluderevo
Jugoslawien – Rumänien Zlatita |
Im Vergleich zum Vortag war dieser Tag einer der schönsten. Der Morgen war so kalt, wie seit Deutschland nicht mehr. Aber im Verlauf des Vormittags wärmte mich die Sonne rasch auf. Bei Smederevo bekam ich die Donau wieder zu Gesicht und auch der Verkehr wurde um einiges besser. Leider verlor ich morgens bei einer Talfahrt mein Schweizer Taschenmesser und meine kleine Taschenlampe. In Smederevo erstand ich aber ein neues Messer.
Nach Smederevo wechselte ich auf die linke Seite der Donau. Die Landschaft zwischen Smederevo und der Grenze entschädigte für den gestrigen Tag. Es war ziemlich menschenleer, so dass auch die wenigen Autos nicht störten. Kurz vor der Grenze im Badeort Bela Crkva wollte ich mein jugoslawisches Geld in rumänische Währung umwechseln. Dies ging aber leider nicht und so musste ich es in Euro zurücktauschen. Mit dem Rest kaufte ich mir ein Bier und einige Tomaten und Äpfel.
Der Grenzübertritt nach Rumänien war problemlos. In Rumänien folgte ich dann einem kleinen Fluss mit Namen Nera, um wieder zurück zur Donau zu finden. Dabei stieß ich auf einige Frauen, die ihre Wäsche in dem Fluss wuschen. Mit viel Zeichensprache und einigen Brocken Kauderwelsch gelang es mir, mich nach dem richtigen Weg zu erkundigen.
Dieser Weg war aber ziemlich schlecht. Bei uns sind sogar Feldwege besser ausgebaut. Unterwegs traf ich noch einmal auf Grenzbeamte, die eine kleine Brücke bewachten. Wie sie mir erklärten, gab es überall an der Grenze zu Jugoslawien schärfere Kontrollen. Abends übernachtete ich auf einer kleinen Anhöhe, von wo man einen wundervollen Rundumblick hatte. Man konnte in nordöstlicher Richtung schon die ersten Ausläufer der Karpaten erkennen und in nordwestlicher Richtung Bela Crkva in Jugoslawien. Die Landschaft hier war wunderschön.