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 10. Tag - 06.08.03 

    
Start 6:04 Uhr
Ende 19:05 Uhr
Strecke 129,63 km
Fahrzeit 7:34:46 h
Durchschnittsgeschwindigkeit 17,10 km/h
Strecke insgesamt 1317,36 km
Györ – Likocs – Karolyhaza – Göngü – Acs – Komarom – Almasfüzitö – Dunaalmas – Neszmely – Süttö – Labatlan – Nyergesujfalu – Tat – Esztergom – Pilismarot/Basaharc – Dömös

Heute morgen bin ich wieder früh los und nach Györ hinein. Aber irgendwie hatten alle Geschäfte und Cafes noch geschlossen. Erst beim Verlassen von Györ entdeckte ich einen Supermarkt der Handelskette „Spar“, bei dem ich dann einkaufte. In Györ verließ ich dann mit Absicht den Donauradweg, denn der führte in eine seltsame Richtung und war auf der Karte auch nicht mehr ganz eingezeichnet. Der Donauradweg ist in Ungarn aber auch sehr schlecht ausgeschildert. Stattdessen folgte ich der N1, einer Nationalstraße. Laut Karte konnte es aber auch eine N10 sein. Ich wollte damit wieder zur Donau kommen. Die Straße war zwar für Pferdewagen, Traktoren und Fahrräder nicht zugelassen, aber das machte mir nichts. Es herrschte viel Verkehr und das war das ärgerlichste, denn ich musste mich so aufs Fahren konzentrieren, dass ich von der Landschaft nicht viel mitbekam. Schließlich erreichte ich wieder die Donau, die hier immer noch die Grenze zwischen Ungarn und der Slowakei bildet. Ab hier wurde es wieder schöner, obwohl der Verkehr nicht viel besser wurde. Aber wenigstens waren Fahrräder wieder zugelassen, Traktoren und Pferdewagen allerdings immer noch nicht. Ich begegnete auch wieder anderen Donau-Radreisenden. Alle waren mindestens so gut ausgerüstet wie ich und ca. 80% mit Ortlieb Taschen. Früher begegneten mir dagegen auch viele mit leichtem Gepäck. Das hatte schon etwas Besonderes, wir grüßten uns immer mit Handzeichen unter Gleichgesinnten, wie woanders nur Motorradfahrer.
Eigentlich wollte ich heute über Esztergom nach Visegrad gelangen und dort per Fähre auf die andere Seite übersetzen. Aber das Fahren war heute sehr anstrengend, ich hatte starken Gegenwind. Also lagerte ich genau zwischen Esztergom und Visegrad bei Dömös auf einem inoffiziellen Zeltplatz. Meine linken Nachbarn waren anscheinend urlaubende Ungarn. Rechts von mir zelteten drei Angehörige einer Krisna Sekte.
Ich sprang heute abend noch mal kurz in die Donau – das tat gut. Aber ich glaube, das Wasser ist nicht mehr so sauber wie noch in Österreich. In Dömös war auch das Schild mit dem Donaukilometer 1700. Also waren es nur noch 1700 km bis zum Schwarzen Meer.